Balderschwang

Balderschwang

Klein, fein und extrem hochgelegen, dass ist die Kurzbeschreibung für Balderschwang. Der Ort gehört zum schwäbischen Landkreis Oberallgäu und liegt direkt an der Grenze zu Österreich. Das Gebiet unseres Nachbarn beginnt sogar direkt am Ortsrand. Balderschwang liegt auf einer Höhe von 1044 Meter über NN und ist somit der am höchsten gelegene Ort von ganz Deutschland. Die Gemeinde befindet sich in der Nähe des Bregenzerwaldes und im Osten befindet sich die westallgäuer Hörnergruppe und offenbart den Blick auf das Riedberger Horn, das ausgesprochen majestätisch hervortritt. Balderschwang wird auch gerne als „Bayerisch Sibirien“ bezeichnet. Das liegt an den durchschnittlich 120 Skitagen pro Saison und dem jährlichen Schneefall von sechs bis acht Metern. Die Gemeinde ist zudem Mitglied beim Projekt Naturpark Nagelfluhkette. Das ist eine deutsch-österreichische Initiative.

Das kleine Skigebiet im Alpenraum bietet seinen Gästen ein großzügiges Pistenangebot mit über 30 Pistenkilometern. Dabei kommen alle Könnerstufen voll auf ihre Kosten. Auf den blauen Abfahrten können Anfänger problemlos ihre Techniken verfeinern und Fortgeschrittene, sind auf den roten und schwarzen Pisten bestens aufgehoben. Zusätzlich gibt es einige Variantenabfahrten, die für jeden Skifahrer ein Genuss sind. Es existiert ein gut ausgebautes Loipennetz und die idyllischen Winterwanderwege laden zu einem ausgedehnten Gang durch das verschneite Hochtal mit den idyllisch gelegenen Alpen Chalets ein. Das trockene Bergklima und die hohe Pulverschneequalität sind ebenfalls ein Grund, warum Balderschwang bei den Wintersportlern so überaus beliebt ist.

Ausgerüstet mit elf modernen Liftanlagen bietet Balderschwang neun Schlepplifte und zwei Sessellifte. Die Pisten teilen sich bezüglich des Niveaus auf in: Leicht 10 km, Mittel 12 km und Schwer 8 km. Neben der Schelpenbahn gibt einen Funpark und einen kostenlosen Großparkplatz mit rund 1000 Stellplätzen. In dem kindgerecht gestalteten Skikindergarten, werden die Jüngsten spielerisch mit den alpinen Wintersportarten vertraut gemacht und Schneespaß pur vermittelt. Zehn Hütten und Bergrestaurants runden das Angebot zur vollen Zufriedenheit ab.

Seinen Namen erhielt Balderschwang von Bauer Balder, der das Tal im 14. Jahrhundert gerodet („geschwendet“) hat. Bewohnt wurde das Tal ab 1684 von einem klösterlichen Alpverwalter und um 1800 waren gerade einmal 16 Familien ansässig, die sich auf Käseproduktion spezialisiert hatten. Im Jahre 2010 wurden 252 Einwohner verzeichnet. Dafür standen aber im gleichen Jahr den Einheimischen 39.874 Gäste gegenüber und es wurden 177.233 Übernachtungen in den zahlreichen Pensionen, Ferienhäusern und Familienhotels registriert. Somit ist klar, dass das kleine Dorf ein echter Touristenmagnet ist, was bei der Lage und den wunderbaren Wintersportbedingungen kein Wunder ist.

Neben den typischen Winteraktivitäten gibt es auch ein besonderes Natur-Highlight. Unweit vom Ortskern steht die alte Eibe von Balderschwang. Die Bewohner geben ihr Alter gerne mit 4.000 Jahren an, doch realistisch sind maximal 1.500 Jahre. Der Baum hat eine Höhe von sieben Metern und der zweigeteilte Stamm weist in Brusthöhe den gewaltigen Umfang von über acht Metern auf. Trotz des hohen Alters, trägt der weibliche Baum noch immer in jedem Jahr eine große Menge von Früchten und ist eine echte Besonderheit, die von Gästen und Einheimischen geschätzt wird.

Wer einmal den Blick vom Riedberger Horn auf das Dorf und die umliegende Natur genossen, die wundervollen Wintersportmöglichkeiten genutzt oder die familiäre Dorfidylle erlebt hat, wird Balderschwang ins Herz schließen und sicher im nächsten Jahr gerne in den traumhaften Skiort zurückkehren wollen.