Wanderausrüstung

Die richtige Wanderausrüstung für die Alpen

Das Wandern erfreut sich immer größer werdender Beliebtheit. Das ist auch kein Wunder, schließlich geht es in die freie Natur und man unternimmt etwas, das Körper und Wohlbefinden zugutekommt. Leider ist jedoch sehr oft zu beobachten, dass die Menschen völlig unzureichend ausgerüstet sind. Das beginnt bei minderwertigen Wanderschuhen, geht über fehlenden Nässeschutz und reicht bis zur mangelhaften oder gar gänzlich fehlenden Sicherheitsausrüstung. Entsprechend dem Terrain muss unbedingt die komplette Wanderausrüstung angepasst werden. So sollte diese aus Wanderschuhen, einer Hose zum Wandern, robuster Oberbekleidung, einem guten Rucksack, Regenschutz und gegebenenfalls einem Wanderstock bestehen. Dazu kommen dann noch sicherheitsrelevante Gegenstände, eine Erste-Hilfe-Ausrüstung und an die Wanderung angepasste Verpflegung. Dass nicht jede Wanderroute für Anfänger geeignet ist und insbesondere bei Bergwanderungen auch ein Bergführer erforderlich sein kann, sollte selbstredend sein.

Hochwertige Markenware ist gerade beim Wandern vorzuziehen

Wie bereits erwähnt, hängt die komplette Ausrüstung stark von der Region ab, in der man wandern möchte. Ebenso haben die klimatischen Bedingungen und die örtlichen Gegebenheiten einen Einfluss. Extrem ausgedrückt, Wandern im Wattenmeer erfordert ganz bestimmt anderes Equipment als eine Hochgebirgstour, wobei sich der Artikel eher auf das Wandern in Berg- und Waldregionen wie in der Schweiz bezieht. Darüber hinaus stellt das Wandern auch für die Ausrüstung eine Beanspruchung dar. Vorzugsweise sollte deshalb auf Produkte aus dem Fachhandel anstelle des Discounters zurückgegriffen werden, denn in Extremsituationen kann von der Ausrüstung schnell auch das Leben abhängen. Schon die Schuhe sind mit Sorgfalt auszuwählen. Es gilt zu bedenken, dass beispielsweise reine Wanderstiefel sich nicht wie andere Schuhe „einlaufen“ lassen. Aufgrund der benötigten Eigenschaften ist es tatsächlich festes Schuhwerk. Also muss beim Kauf darauf geachtet werden, dass die Schuhe wirklich bequem sitzen. Außerdem sollten unbedingt dicke Socken zum Anprobieren mitgenommen werden. Übrigens gibt es extra Wandersocken. Diese haben keine Nähte, an denen man sich Wundscheuern könnte.

Bewegungsfreiheit, Strapazierfähigkeit und Wasser abweisend

Ähnlich sieht es bei Hose und Oberbekleidung aus. Die Textilien müssen gut passen und eine gewisse Bewegungsfreiheit garantieren. Es setzen sich gegenüber Baumwolle immer mehr Wanderbekleidung aus Kunstfasern durch. Moderne Polyesterfasern zeichnen sich dadurch aus, dass sie robust und Wasser abweisend sind – so wie man sie auch von den Werbebotschaften von der Werbeagentur kennt. Jedoch sollte beachtet werden, dass diese Textilien mit Imprägniersprays behandelt werden müssen, um tatsächlich wasser- und klimaabweisend zu wirken. Hier ebenfalls auf Markenware zurückzugreifen, bringt den Vorteil mit sich, dass diese garantiert atmungsaktiv ist, also eine gute Luftzirkulation in der Bekleidung stattfindet. Ebenso ist die Farbwahl wichtig. Wer in schweres und einsames Gelände geht, sollte auf jeden Fall wenigstens ein Teil der Bekleidung in einer guten Signalfarbe wählen. Als Sonnenschutz kann entweder ein Wanderhut oder ein spezielles Wandertuch dienen. Unter Umständen ist auch eine gute Sonnenbrille notwendig. Der Regenumhang sollte so gewählt werden, dass der Rucksack darunter gut Platz findet. Ebenso ist hier die Bewegungsfreiheit wieder ein wichtiger Aspekt.

Der richtige Rucksack

Bei den Rucksäcken gibt es sehr große Unterschiede. Wichtig ist ein Wanderrucksack, bei dem sich wichtige Utensilien in dehnbaren Seitentaschen und zusätzlichen, verschließbaren Außentaschen aufbewahren lassen. Denn hier werden neben Verpflegung wie Wasserflaschen die Dinge verstaut, die jederzeit griffbereit sein müssen. Je nach Einsatz empfiehlt sich auch für Frauen ein Damen-Wanderrucksack, da diese der Anatomie angepasst sind und somit das Wandern komfortabler wird. Ein verstärktes Rückenteil ist sinnvoll, damit keine Gegenstände im Rucksack ins Kreuz drücken können. Ergänzend gibt es für viele Rucksäcke auch eine Art Drahtnetz, welches über den Rucksack gespannt werden kann und so vor Diebstahl des Inhalts schützt. Auch ein Wanderstock kann gute Dienste leisten. Beim Aufstieg hilft er ebenso wie beim Abwärtsgehen, wo er stützend wie eine Bremse wirkt.

Wichtiges: Medikamente, Erste Hilfe, Proviant

Für Karten gibt es durchsichtige Schutzfolien, die sich am Rucksack befestigen oder um den Hals hängend tragen lassen. Ein Erste-Hilfe-Set sollte keinesfalls fehlen. Gelpflaster oder Sprays gegen Blasen an den Füßen oder gegen kleine Kratzer sind ein Muss. Je nach regionalen Gegebenheiten auch ein Insektenschutz. Darüber hinaus hängt es ebenfalls wieder von den persönlichen Ansprüchen ab, was sonst noch alles in die Wander-Apotheke soll. Dasselbe gilt auch für die Verpflegung, das Mindeste sollte jedoch Trinkwasser oder ein isotonischer Durstlöscher in ausreichend großer Menge sein. Je nach Route und Länge der Wandertour findet auch Verköstigung Platz im Fjällräven Rucksack. Ein Messer ist nicht nur dafür immer eine große Hilfe. Kompass und beispielsweise bei Bergwanderungen in der Schweiz ein Höhenmesser machen ebenfalls Sinn. Ist eine mehrtägige Wandertour geplant, gehören auch Rucksack und Iso-Matte zur Grundausstattung. Ganz besonders im Schweizer Hochgebirge, wo das Wetter sehr schnell umschlagen kann.

Bei professionellen Bergwanderungen wie in der Schweiz sollte immer ein Bergführer dabei sein, wenn es um hochalpine Wanderungen geht. Wenigstens sollten aber Freunde oder Bekannte sowie eventuell die Betreiber der Pension, wo man seine Basis einrichtet, darüber informiert werden, wo genau in den Bergen die Wanderrouten liegen. Dann ist auch der Sicherheit genügend Respekt gezollt.